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Wie lang darf ein einzelner Heizfolienstreifen maximal installiert werden?
Wie lang darf ein einzelner Heizfolienstreifen maximal installiert werden?
Hallo, hier ist Jay Lee von Hi Heat.
In diesem Beitrag gehen wir auf eine Frage ein,
die bei der Installation von Heizfolien sehr häufig gestellt wird:
„Wie lang darf ein Heizfolienstreifen maximal ohne Unterbrechung verlegt werden?“
Diese Frage stellt sich vor allem bei großen Räumen
oder bei langen Fluren.
Zum Beispiel: Ist es möglich, eine Heizfolie über 10 Meter
in einem großen Raum oder über 15 Meter in einem langen Korridor
durchgehend zu verlegen?
Die kurze Antwort lautet:
Manchmal ja, manchmal nein.
Das hängt von der inneren Struktur der Heizfolie
und ihren elektrischen Grenzen ab.
1. Aufbau der Heizfolie und die Kupfersammelschiene
Im Inneren der Heizfolie befindet sich eine sogenannte
Kupfersammelschiene (Kupferbusbar),
über die der elektrische Strom fließt.
Bei Hi-Heat-Produkten hat diese Kupferschiene
eine Breite von 15 mm
und eine Dicke von 0,05 mm.
Daraus ergibt sich ein Leiterquerschnitt von 0,75 mm²,
was in etwa einem Kabel der Größenordnung
AWG 18–19 entspricht.
Ein Leiter mit diesem Querschnitt ist in der Regel
für einen Strom von etwa 5,5–7 A ausgelegt.
Da Heizsysteme jedoch über lange Zeiträume betrieben werden,
empfehlen wir aus Sicherheitsgründen,
mit einem konservativen Wert von 5,5 A zu rechnen.
2. Berechnung der maximal zulässigen Länge
In vielen Ländern, einschließlich Korea,
ist eine Heizfolienleistung von 220 W/m² üblich.
Bei einer Betriebsspannung von 220 V ergibt sich
folgender Strom pro Quadratmeter:
220 W ÷ 220 V = 1 A
Das bedeutet, dass pro Quadratmeter Heizfolie
etwa 1 Ampere Strom fließt.
Wenn die zulässige Stromstärke der Kupferschiene
auf 5,5 A begrenzt ist,
beträgt die maximal zulässige Heizfläche 5,5 m².
Bei einer Heizfolie mit 50 cm Breite
entspricht dies einer Länge von etwa 11 Metern.
Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir,
diesen Wert um etwa 10 % zu reduzieren,
sodass sich eine praxisnahe maximale Länge
von ca. 9,9 Metern ergibt.
3. Warum Sicherheitsreserven notwendig sind
Obwohl der zulässige Strom bereits
von 7 A auf 5,5 A reduziert wurde,
stellt sich die Frage,
warum auch die Länge nochmals reduziert werden sollte.
Die Hauptgründe dafür sind
Leistungstoleranzen
und Spannungsschwankungen.
Heizfolien weisen in der Regel
eine Leistungstoleranz von ±10 % auf.
Eine mit 220 W/m² gekennzeichnete Heizfolie
kann daher tatsächlich mit bis zu 240 W/m² arbeiten.
Zusätzlich ist die Versorgungsspannung
nicht immer konstant.
Je nach Gebäude oder Land
kann die Spannung schwanken.
Werden diese Faktoren nicht berücksichtigt,
kann es zu einer Überlastung der Kupferschiene kommen.
4. Auswirkungen von Spannungsänderungen
Angenommen, die Spannung sinkt
von 220 V auf 200 V.
Bei gleicher Leistung von 220 W/m²
steigt der Strom von 1 A auf etwa 1,1 A.
Dadurch reduziert sich selbst bei derselben
50 cm breiten Heizfolie
die maximal zulässige Länge
um etwa 90 cm.
Aus diesem Grund ist eine Sicherheitsreserve
von etwa 10 % sinnvoll und praxisgerecht.
Bei 110-V-Systemen verdoppelt sich der Strom
im Vergleich zu 220 V,
wodurch sich die zulässige Installationslänge
entsprechend weiter verkürzt.
5. Unterschied zwischen nieder- und hochleistungsfähigen Heizfolien
In einigen europäischen Ländern
werden sehr niederleistungsfähige Heizfolien,
zum Beispiel mit 60 W/m², eingesetzt.
In diesem Fall erhöht sich die zulässige Heizfläche
auf etwa 21 m²,
was bei einer Breite von 50 cm
einer Länge von 37–38 Metern entspricht.
Wird hingegen eine Hochleistungsfolie
mit 400 W/m² verwendet,
reduziert sich die maximal zulässige Länge
auf etwa 5,45 Meter.
Dies zeigt deutlich,
dass die maximal zulässige Länge
stark von Spannung und Leistungsdichte abhängt.
6. Wichtige Hinweise für lange Installationen
Wenn die berechnete maximale Länge
beispielsweise 9 Meter beträgt,
sollte die Heizfolie in getrennte 9-Meter-Abschnitte unterteilt werden.
Manche Installateure schneiden die Folie zwar,
verbinden die Abschnitte jedoch wieder in Reihe.
Dies hebt den Sicherheitsvorteil vollständig auf
und sollte auf keinen Fall gemacht werden.
Jeder Abschnitt muss separat
an die Stromversorgung angeschlossen werden.
Bei sehr langen Heizfolien kann es außerdem sinnvoll sein,
die Stromversorgung sowohl am Anfang
als auch am Ende der Folie anzuschließen.
Dadurch lassen sich Temperaturunterschiede reduzieren
und eine gleichmäßigere Wärmeverteilung erreichen.
Fazit
Eine zu lange, durchgehende Installation von Heizfolien
kann die Heizleistung verringern
und zu einer gefährlichen Überlastung der Kupferschiene führen.
Wenn lange Strecken beheizt werden müssen,
sollten die Flächen in mehrere Zonen aufgeteilt
oder die Folien in geeignete Längen getrennt angeschlossen werden.
Eine anschauliche Erklärung mit realen Produkten
und Praxisbeispielen finden Sie im folgenden Video.
▶ Weiterführendes Video: